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1. Vorwort
Unser Hort befindet sich in Dresden- Striesen-West. Die Horträume sind in der 51. Grundschule. Das soziale Umfeld unserer Kinder besteht aus finanziell gut gestellten Familien bis hin zum Sozialhilfeempfänger. Wir sind eine familienergänzende und -unterstützende sozialpädagogische Einrichtung und wollen den Kindern helfen, sich zu einer eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen und leistungsbereiten Persönlichkeit zu entwickeln. Dazu bieten wir den Kindern an, neben den unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Veranstaltungen der Schule, ihre freie Zeit- insbesondere am Nachmittag- unter Beachtung ihrer individuellen Bedürfnisse und Freizeitinteressen sinnvoll zu gestalten. Dabei sollen sie ihre schulischen Pflichten einordnen und Verantwortung übernehmen.
2. Rahmenbedingungen
Das sächsische Kindertagestättengesetz hat uns die Aufgabe gestellt, die Familien in der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen und den Kindern einen interessen- und erlebnisorientierten Tagesablauf zu bieten. Träger unserer Einrichtung ist der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen der Stadt Dresden. Innerhalb des Trägers finden regelmäßige Fachtreffen im Verbund der Einrichtungen statt.
Unser Team setzt sich aus 14 Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen und der Leiterin zusammen. Unsere Einrichtung ist Montag bis Freitag 6:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Fast alle Räume sind Klassenzimmer und Hortzimmer verteilt auf 2 Etagen. Außerdem gibt es eine Werkstatt, einen Kreativraum, eine Kinderküche und ein Spielzimmer.
Unser sehr großes Freizeitgelände:
Der Hortspielplatz (6500m2; davon 1500m2; Wiese) bietet viele natürliche Bewegungsangebote, z.B. Fußball, Ballspiele, Volleyball, Tischtennis, Klettergerüst, Wippe. Außerdem nutzen wir den neu gestalteten Schulhof (1500m2) mit dem Sandkasten, Kletterelementen und Schach.
In der näheren Umgebung bieten sich zum Spielen und Toben der Waldpark, der Seidelpark und die Elbwiesen an. Auch der Große Garten wird viel von uns genutzt, meistens in den Ferien.
Wir arbeiten in der offenen Hortform, dass heißt:
Die Kinder können in der Zeit von 13:30 bis 15:50 Uhr selbst planen und entscheiden, welche der vielfältigen Angebote sie auswählen.
3. Grundlagen der pädagogischen Arbeit
Der sächsische Bildungsplan bildet die Grundlage für unsere pädagogische Arbeit. Die Kinder werden ganzheitlich wahrgenommen mit ihren Bedürfnissen, Fähigkeiten, Potenzialen und ihrem sozialen Umfeld. Ihnen werden Angebote und Räume zur Wahrnehmung und Förderung ihrer Interessen gemacht, die sie selbst bestimmt nutzen können. Die Kinder gestalten aktiv und partnerschaftlich mit den Erziehern die Inhalte der Hortarbeit.
3.1. Leitbild
Der Eigenbetrieb der Kindertageseinrichtungen legt seiner Arbeit das systemischkonstruktivistische Menschenbild zugrunde. Unsere Einrichtung soll ein anregender Gestaltungsraum sein, den die Kinder nutzen, um ihren Bedürfnissen nachzugehen, denen nach Entwicklung und Lernerfolgen, nach Spiel, emotionaler Sicherheit, Zugehörigkeit und Bindungen. (vgl. Klein/Vogt)
3.2. pädagogischer Ansatz
Individuelles Arbeiten ist im Hort sehr wichtig, weil Kinder in diesem Alter neben der Geborgenheit der Einrichtung die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Persönlichkeit brauchen. Der Erzieher lebt und lernt täglich zusammen mit den Kindern und plant gemeinsam mit den Kindern flexibel und situationsorientiert.. In der individuellen Freizeitgestaltung kann davon ausgegangen werden, dass die Kinder selbstständig kommen und gehen. Die Freiwilligkeit der Kinder wird immer respektiert. Die Vorschläge und Ideen der Kinder zur Gestaltung des Alltages im Hort sollen vom Erzieher aufgegriffen und verstärkt werden. Die Kinder können so lernen, dass ihre eigenen Ideen wichtig sind, ernst genommen werden und für die Gestaltung des Gruppenlebens von Wert sind. Sie übernehmen Mitverantwortung für das Gruppengeschehen.
3.3. Qualitätssicherung
Zur Sicherung der Qualität unsere Arbeit tragen die wöchentlichen Teamsitzungen und regelmäßige Fort- und Weiterbildungen bei. Außerdem finden bei Bedarf Fallbesprechungen statt. Unsere Arbeit wird durch Fotos, Beobachtungsbögen und Entwicklungsberichte dokumentiert.
4. Bildungs- und Entwicklungsziele
Durch unsere verschiedenen Angebote zum selbstbestimmten Tun sollen bei den Kindern folgende Kompetenzen gefördert werden:
Kreativität
Sie sollen ihre Umgebung mit allen Dingen und Menschen umfassend wahrnehmen. Dazu müssen die Kinder unterschiedliche Formen kennen lernen, sich auszudrücken und mitzuteilen. (Musik, Malen, Bewegung, Gestalten, Darstellen)
Verantwortung
Die Kinder sollen lernen, für sich und für andere Kinder Verantwortung zu übernehmen. Sie sollen lernen, für ihr eigenes Handeln einzustehen, die Konsequenzen des eigenen Verhaltens zu erkennen und zu tragen.
Selbstbewusstsein
Die Kinder sollen selbstbewusst ihren Tages- und Wochenablauf gestalten. So lernen sie, ihre Fähigkeiten angemessen einzuschätzen. Die Kinder sollen ihre eigenen Bedürfnisse erkennen und so weit wie möglich berücksichtigen und dabei die Interessen anderer beachten. Sie sollen sich und andere mit all ihren Gefühlen annehmen und unterschiedlich ausdrücken und mitteilen können.
Wissen erwerben
Die Kinder müssen neugierig sein und es auch bleiben. Diese Neugierde ist die entscheidende Triebfeder, sich Neues anzueignen, seien es Fähigkeiten, Wissen oder Fertigkeiten. Wissen ist der Schlüssel zur Selbstständigkeit, aber auch zur
notwendigen Unabhängigkeit von anderen Menschen.
Sozialverhalten
Die Kinder sollen lernen, die Interessen von anderen zu akzeptieren. Sie müssen die Bedeutung und die Notwendigkeit
von Freundschaften und Beziehungen für die Gestaltung ihres Lebens erfahren und Gestaltungsmöglichkeiten kennen lernen und ausprobieren. Dazu gehören gleichberechtigte Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen als Grundlage von
Gemeinsamkeiten und Auseinandersetzungen genau so wie das Erlebnis, mit anderen (Kindern und Erwachsenen) Spaß zu haben. Die Kinder sollen lernen, dass sie für ein selbstbestimmtes Leben auch die Unterstützung anderer
Menschen brauchen. Das Zusammenleben von Menschen erfordert Regeln, die entwickelt, akzeptiert und eingehalten werden müssen, die aber auch jederzeit veränderbar sind.
Kritikfähigkeit
Die Kinder sollen eigene Standpunkte entwickeln und vertreten lernen. Dazu gehört auch, „Nein“ sagen zu können. Die Kinder sollen lernen, mit Konflikten umzugehen, sie als Bestandteil von Beziehungen zu erfahren und angemessene Lösungsstrategien zu entwickeln. Die Kinder sollen die Notwendigkeit von Kritik und Anerkennung erfahren.
4.1. Rolle der Erzieherin
Die Erzieher nehmen eine ganzheitliche Sichtweise auf die Individualität der Kinder ein. Sie nehmen die Fähigkeiten, Besonderheiten und Bedürfnisse der Kinder wahr. Sie schaffen die Bedingungen für kindliche Lernprozesse. Die Erzieher unterstützen und begleiten die Kinder bei diesen Prozessen. Die Beziehung zwischen den Erziehern und den Kindern ist partnerschaftlich. Die Erzieher nehmen die Kinder ernst und sind Vertrauenspersonen. Die Erzieher beobachten, reflektieren und dokumentieren das pädagogische Geschehen und treten in fachlichen Austausch mit anderen.
4.2.Integration
In unserem Hort werden die Kinder aus den LRS-Klassen in die regulären Hortgruppen integriert
4.3. Kooperation mit der Schule
Die gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für die partnerschaftliche Arbeit mit Kindern, Eltern und Lehrern. Der gegenseitige Austausch von Wissen, Erfahrungen und Informationen erleichtert nicht nur die unmittelbare Arbeit, sondern fördert eine gute Zusammenarbeit. Wir arbeiten sehr intensiv mit dem Förderverein zusammen. Zusammenarbeit heißt nicht nur eine gemeinsame Zielvorstellung und auftauchende Schwierigkeiten als gemeinsame Anliegen zu verstehen und zu behandeln, sondern Zusammenarbeit zeigt sich im besonderen im ständigen Umgang miteinander und im Verständnis von Lehrer und Erzieher füreinander.
Diese Zusammenarbeit wird organisiert durch:
- gemeinsame Absprachen zwischen Lehrerin und Erzieherin
- gemeinsame Gespräche mit Eltern
- wöchentliche Zusammenkünfte von Schulleiter und Hortleiterin
- gemeinsame Hospitationen (HA-Zimmer, Anfangsunterricht…) mit Auswertung
5. Tagesstruktur
Wir bieten den Kindern die Teiloffene Hortform, in der sie sich nach dem Unterricht, selbstständig, eigenverantwortlich und entsprechend den Angeboten, ihren Tag strukturieren können. Wir bieten Frühdienst ab 6:30 Uhr und Spätdienst bis 17:00 Uhr an.
5.1 Übergang für die Schulanfänger
Kinder der 1. Klassen werden im ersten Halbjahr in einer fester Hortgruppe betreut, dadurch erreichen wir, dass sich die Kinder gemeinsam unter Anleitung eines Erziehers schnell an den Tagesablauf, die neue Umgebung und die neuen Anforderungen, die sich
aus dem Schulbesuch ergeben, gewöhnen können. Nach Unterrichtsschluss werden die Kinder von ihren Erziehern betreut.
Die Hausaufgaben werden gemeinsam in kleinen Schritten angefertigt.
Tagesablauf in Klasse 1.
06:30 Uhr Frühhortbetreuung
11:55 Uhr Schulschluss
12.30 Uhr Aufenthald im Freien
13.45 Uhr HA erledigung
14.00 Uhr Ruhe und Erholungsphase
14.30 Uhr Beginn Ag´s und Vesper
14.45 Uhr Spiele und Angebote im Gruppenzimmer
15.30 Uhr Aufenthald im Freien
16.00 Uhr Übergabe in den Spätdienst
5.2 Organisationsformen für Klasse 2-4
Für ein größeres Beziehungsangebot, sowie größere individuelle Freiräume, öffnen sich die Gruppen der 2.-4 Klassen am Nachmittag. Die Kinder können Dienstag bis Donnerstag in der Zeit von 13:30 bis 15:30 Uhr selbst planen und entscheiden, welche Angebote sie auswählen.
Wir bieten an:
Mittagessen im Speisesaal
2 Hausaufgabenzimmer mit Betreuung,
Spielplatz
Verschiedene Angebote in den Gruppenzimmern
Werkstatt -Holz und Gebrauchsmaterial-(Zimmer 7)
Kreativraum -Papier und Handarbeiten-(Zimmer 6)
Spielzimmer (Zimmer 107)
Kinderküche (Zimmer 1)
Tageslauf der 2.-4. Klassen
06.30 Uhr Frühhortbetreuung
12.50 Uhr Unterrichtsende
13.15 Uhr Mittagessen
13.30 Uhr Start der Teiloffenen Hortform
14.30 Uhr beginn der AG´s
15.30 Uhr Vesper in den Gruppen
16.00 Uhr Übergabe an den Spätdienst
5.3. Feriengestaltung
Die Gestaltung der Ferien gilt als Höhepunkt des Schuljahres, weil viel Freizeit vorhanden ist und diese voll ausgeschöpft werden kann. Die Ferienplanung wird nach den Interessen der Kinder gestaltet. Ein bis zwei Veranstaltungen pro Woche werden bereits im Vorfeld gemeinsam mit den Kindern geplant. Die restlichen Tage werden von den anwesenden Kindern nach ihren Wünschen (jeweils am Montag) festgelegt. Nach der abgeschlossenen Planung erhalten die Eltern den gesamten Veranstaltungsplan. Wir wollen mit den Kindern gemeinsam sowohl die Natur als auch unsere Kultur mit allen Sinnen entdecken, erforschen, erleben und nachempfinden. Die Kinder können auch ihre eigenen Fähigkeiten ausprobieren, sich kreativ und frei entfalten, der Phantasie freien Lauf lassen und die Neugier auf Unbekanntes befriedigen. Sie sollen Spaß am Entdecken neuer Lebensräume
haben. Die Ferien sollen für unsere Kinder interessant und abwechslungsreich sein. Sie sollen Lust verspüren, ihre Umwelt zu entdecken.
6. Zusammenarbeit Eltern und Erzieher
Die Erzieher sollen bei der Wahrnehmung der Aufgaben mit den Erziehungsberechtigten zum Wohle der Kinder zusammenarbeiten. Es werden Erziehungssituationen und Erziehungsprobleme überdacht, es wird versucht, eine gemeinsame Grundlage für das erzieherische Verhalten zu finden. Verstehen sich die Eltern und Erzieher als gemeinsame Interessenvertreter des Kindes führt dies zur konstruktiven Zusammenarbeit. Es finden regelmäßige Entwicklungsgespräche statt, meist in Kooperation mit der Schule. Die Eltern werden über die Struktur der Einrichtung, über Ziele und Vorgehensweisen der pädagogischen Arbeit im Hort, zum Elternabend informiert und ihre eigene Vorstellungen, Ziele und Wünsche können bezüglich der Erziehung ihrer Kinder den Erziehern mitgeteilt werden. Die Eltern unserer Kinder unterstützen die Interessen unseres Hortes und arbeiten in einem Elternrat gemeinsam mit der Schule. Die Hortelternvertreter sehen eine besondere Aufgabe darin, die Verbindung zum Förderverein der Schule und der Gesamte
7. Öffentlichkeitsarbeit
Zu unserem regelmäßig stattfindenden Tag der offenen Tür, sind alle Interessierten aus dem Stadtteil willkommen.
Der Hort arbeitet aktiv im Förderverein der Schule mit.




